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Von Adelboden auf das Albristhorn

Auf einen Blick

  • Start: Sillerenbühl, Bergstation
  • Ziel: Tschentenalp, Bergstation
  • schwer
  • 12,96 km
  • 6 Std.
  • 887 m
  • 2761 m
  • 1934 m
  • 100 / 100
  • 80 / 100

Beste Jahreszeit

Das Albristhorn oberhalb Adelboden ist ein Wandergipfel der Extraklasse. Und im Winter ist der stolze Zacken am Ende der Niesenkette ein beliebter Skitourenberg.

Die Niesenkette zieht sich vom Thunersee geradewegs gen Adelboden. Gipfel an Gipfel reiht sich aneinander, und der letzte ist der höchste: das Albristhorn. Eine Etage tiefer, in der breiten Kerbe des Hahnenmoospasses, ist dann so etwas wie die Grenze zwischen Vor- und Hochalpen. Denn südlich des Hahnenmoos, hinter dem Ammertenspitz (auch ein schöner Wander- und Skitourenberg), leuchten schon die weissen Flanken des vergletscherten Wildstrubel.

Es ist einerlei, ob man von Adelboden oder vom benachbarten Lenk aufsteigt, richtig spannend wird es erst auf dem Laveygrat, an dem beide Routen aufeinandertreffen. Es schliessen sich der Tierberg und das Seewlehorn an. Sie bilden den langgezogenen Südgrat des Albristhorns. Beeindruckend sind die Tiefblicke nach Adelboden und ins Engstligental. Auf dem Seewlehorn endet dann die markierte Bergwanderroute. Angesichts der sich jäh eröffnenden Abgründe sollten sich nur trittsichere und schwindelfreie Berggänger auf den weiteren Weg zum Albristhorn machen. Der Pfad ist stellenweise ausgesetzt, und das brüchige Schiefergestein bietet keinen stabilen Halt.

Auf dem Albristhorn steht ein Gipfelkreuz, zwischen aufgetürmten Steinen versteckt sich das Gipfelbuch. Die Aussicht reicht vom Wildstrubel bis zum Eiger, vom Wildhorn bis zu den Diablerets. Bei Wetterglück sogar bis zum Mont Blanc. Beim Abstieg über den Ostgrat ist dann wieder Vorsicht geboten. Die verführerisch-schönen Blicke ins Färmeltal und zu den Diemtigtaler Bergen geniesst man mit Vorteil im Stehen. Beim Furggeli, Passübergang ins Färmel- und Simmental, sind die Schwierigkeiten dann vorbei. Der Weg ist nun wieder markiert und erreicht schon bald eine Abzweigung: Nach rechts geht es über die Alp Furggi nach Adelboden, der links abzweigende Pfad steuert den Nachbarberg des Albristhorns an – das von tiefen Gräben zerfurchte Gsür. Der Gsürweg verläuft geradewegs durch die Südostflanke – ein riesiger Trichter, in dem sich die Schmelzwasser ihre Wege durchs weiche Schiefergestein suchen.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Sillerenbühl (1973 m) – Laveygrat (2194 m) – Tierberg (2371 m) – Seewlehorn (2467 m) – P. 2539 – Albristhorn (2762 m) – Furggeli (2387 m) – Gsürweg – Schwandfeldspitz (2026 m) – Tschentenalp (1940 m).

Sicherheitshinweise

Anspruchsvolle Grattour mit Überschreitung des Albristhorns. Weiss-rot-weiss markiert bis Seewlehorn. Der Abschnitt zwischen Seewlehorn über das Albristhorn zum Furggeli ist nicht markiert, nur Wegspuren, einige ausgesetzte Stellen. Gsürweg weiss-blau-weiss markiert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Schwierigkeit: T3.

Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung, stabile Bergschuhe, evtl. Stöcke.

Tipp des Autors

Wer den weiss-blau-weiss markierten Gsürweg meiden möchte: Vom Furggeli kann auch über die Alp Furggi und Schärmtanne direkt nach Adelboden abgestiegen werden, etwa 2 Stunden ab Furggeli.

Anfahrt

Mit dem Auto über Frutigen nach Adelboden.

Parken

Parkplätze und Parkhäuser in Adelboden (gebührenpflichtig).

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise: Mit dem Zug nach Frutigen, weiter mit Bus nach Adelboden, mit der Sillerenbahn nach Sillerenbühl.

Rückreise: Ab Tschentenalp mit Tschentenbahn nach Adelboden, von dort mit Bus nach Frutigen, dort Bahnanschluss.

Literatur

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 1/2/2014: Adelboden – Lenk. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wandermagazin.ch und www.wanderwege.ch.

Daniel Anker: Berner Oberland West. ISBN 978-3-7633-4282-2, Rother-Verlag, www.rother.de.

Karten

LK 1:50.000, 263T Wildstrubel.

Weitere Informationen

Adelboden Tourismus, Tel. 033 673 80 80, www.adelboden.ch.

Gondelbahn Sillerenbühl Tel. 033 673 90 90, www.adelboden-silleren.ch.

Tschentenbahn, Tel. 033 673 11 06, www.tschentenalp.ch.

Wegbelag

  • Asphalt (5%)
  • Pfad (95%)

Wetter

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