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Grimselgebiet – Technik und Natur im Widerstreit?

Auf einen Blick

  • Start: Grimselpass
  • Ziel: Grimselpass
  • schwer
  • 14,22 km
  • 5 Std. 45 Min.
  • 1151 m
  • 2760 m
  • 1947 m
  • 80 / 100
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Die Besteigung des Sidelhorns gilt unter Kennern zu Recht als Krönung von Wandertagen im Grimselgebiet. Sie gewährt nicht allein eine herrliche Rundsicht auf kaum enden wollende Gipfelreihen, sondern ermöglicht auch Einblicke ins Ursprungsgebiet der Aare zu den grossen Aargletschern. Natürliche und künstlich entstandene Bergseen bereichern die Landschaft zusätzlich. Die Gipfelbesteigung erfolgt teilweise pfadlos. Die Route ist jedoch gut markiert und bietet keine bergsteigerischen Schwierigkeiten. Naturweg.

Die Grimselpasshöhe auf 2164 m Höhe bildet nicht nur die Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis, sie bildet zugleich eine markante europäische Wasserscheide: Nach Süden fliesst das Wasser in die Rhone und damit ins Mittelmeer. Nordwärts fliessen die Wasser der Aare in den Rhein und mit diesem in die Nordsee. Von der Passhöhe mit dem schon fast arktische Stimmung ausstrahlenden Totesee folgt man rund 10 min der Strasse nach Oberaar. Nun biegt ein Fussweg hangwärts ab und windet sich im Zickzack steil hinauf zur Hütte auf der Husegg (zum Triebtenseewli 40 min). Schon jetzt lässt sich die Grösse dieser einmaligen Landschaft bewundern: Farbige Flechten betupfen die granitenen Rundbuckel. Rostbraune Flecken weisen auf eisenhaltiges Gestein hin. Die hohen Berner und Walliser Gipfel bilden einen mächtigen Kranz um die Passhöhe. Kaum kann man sich satt sehen.
Über den Grat erreicht man nach gut zweistündigem Aufstieg den Gipfel des Sidelhorns. Hier steht man mitten drin in der Grimselbergwelt! Nicht weniger faszinierend ist der Blick ins Goms, auf die von Wäldern, Alpweiden und Felstürmen umschlossenen braunen Dörfer. Der Abstieg führt in südwestlicher Richtung in eine erste Gratlücke. Nach einer kurzen Gegensteigung gehts hinunter in die Triebtenseelicke und durch die felsdurchsetzte Gratflanke ans Triebtenseewli. Dieses wird nördlich umgangen und in leichter Steigung zur Bäregg angestiegen. Herrlicher Blick über den Oberaarsee und den Oberaargletscher zum Oberaarhorn. Die Bogenstaumauer des Sees wurde 1950 bis 1953 errichtet und hatte die Überflutung der ehemaligen Alp Oberaar zur Folge. Kurz und steil gehts hinunter zum Berghaus Oberaar über dem See (zum Oberaargletscher 50 min).
Für den Rückweg wählt man vorerst dieselbe Route über Bäregg zum Triebtenseewli (Abkürzung zur Grimselpasshöhe über die asphaltierte Werstrasse 50 min), quert die Panoramastrasse und hält am Schwarze Nollen nordwärts in die Flanke des Zinggen. Prächtige Tiefblicke auf Grimselsee, Unteraargletscher und zu den Hängen der Sunnig Aar. Beim Chessituren schöner Blick zum Grimsel Hospiz. Der Weg senkt sich nun zur ersten grossen Wendeschlaufe der Passstrasse über dem See, zum sogenannten «Chalten Cher» (nach Grimsel Hospiz 45 min) und steigt anschliessend recht steil, die Passstrasse zweimal kreuzend, zur Grimselpasshöhe.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Grimselpass - Sidelhorn - Berghaus Oberaar - Grimsel-Passstrasse - Grimselpass

Sicherheitshinweise

Diese Route verläuft ganz oder teilweise auf signalisierten Wegen der Kategorie Bergwanderweg

 

Ausrüstung

Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste Bergschuhe, mittelgrosser Rucksack mit Hüftgurt, Sonnenschutz, Regenbekleidung, Wanderstöcke, Taschenapotheke, Picknick, genügend Flüssigkeit.

Literatur

Wandervorschlag aus dem Wanderbuch Berner Oberland, Wanderbuchreihe der BWW, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Karten

Swisstopo Wanderkarte 1:50'000 265T Nufenenpass, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Weitere Informationen

Verein Berner Wanderwege, Bern, Tel.: 031 340 01 01, E-Mail: info@beww.ch, Homepage: www.bernerwanderwege.ch

Wegbelag

  • Pfad (74%)
  • Asphalt (2%)
  • Strasse (4%)
  • Wanderweg (20%)

Wetter

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