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An der Wiege des alpinen Wintersports

Auf einen Blick

  • Start: Allmendhubel
  • Ziel: Mürren
  • leicht
  • 2,93 km
  • 1 Std.
  • 15 m
  • 1909 m
  • 1648 m
  • 80 / 100
  • 20 / 100

Beste Jahreszeit

Der Allmendhubel gilt als Geburtsstätte der Skidisziplinen Abfahrt und Slalom. Bevor sich spleenige Engländer im frühen 20. Jahrhundert hier jedoch auf Skipisten tummelten, vergnügten sie sich mit rasanten Schlittelabfahrten nach Mürren hinunter. Spuren des einstigen Bob-Runs bestehen noch heute. Der Abstieg vom Allmendhubel nach Mürren ist denn auch nach wie vor eine beliebte Schlittelstrecke, stellt aber gleichzeitig eine reizvolle Winterwanderung auf getrennter Route dar. Die Winterwanderroute verläuft auf gelb markiertem Wanderweg; im Pistenraum ist sie durch pinkfarbige Stangen ausgeschieden.

Wie andere Berner Oberländer Bergdörfer war auch Mürren in den Anfängen des alpinen Massentourismus eine reine Sommerdestination. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden jedoch seitens einiger initiativer Hoteliers Bestrebungen eingeleitet, um den Gästen auch im Winter interessante Freizeitangebote zu ermöglichen.
Bei den damaligen Mürrner Stammgästen, Angehörigen der britischen höheren Gesellschaft, entwickelte sich daraus rasch ein eigentlicher Winterboom. Um die Nachfrage zu decken, wurde 1912 die Standseilbahn auf den Allmendhubel und gleichzeitig ein Bobsleigh-Run als Schlittelabfahrts-Piste vom Allmendhubel hinunter nach Mürren gebaut. Später begannen die Kühnsten unter den britischen Gästen Mürrens mit Skis zu experimentieren, warfen den bisher bekannten nordischen Skilauf (heute bekannt als Langlauf) über den Haufen und erfanden völlig neue Disziplinen, die unter den Bezeichnungen Abfahrt und Slalom noch heute praktiziert werden. Die Weltwirtschaftskrise der dreissiger Jahre und der Zweite Weltkrieg führten jedoch zu einem Zusammenbruch der Nachfrage und liessen Mürren in touristischer Hinsicht in einen Dornröschenschlaf fallen. Neue Impulse verlieh dem Bergdorf erst wieder der Bau der Schilthornbahn in den sechziger Jahren. Von der Standseilbahn-Bergstation Allmendhubel führt der Winterwanderweg an der Terrasse des Restaurants vorbei zum Waldrand auf der Südseite des Pistengeländes. Wanderer und Schlittler teilen sich hier das nur geringfügig geneigte Trassee. In weitem Bogen und sanftem Abstieg führt der Weg ins Blumental hinunter und zum Restaurant Sonnenberg. Hier verzweigen sich Winterwanderweg und Schlittelabfahrt. Die Wanderer gelangen auf mehr oder weniger gerader Route und in zusehends steiler werdendem Abstieg zum Standort Geissställe. Dort wählt man den links abzweigenden Panoramaweg, der ohne nennenswertes Gefälle in weitem Bogen dem Hang oberhalb des Dorfs entlang führt. Eindrücklich ist der Blick auf die Jungfrau, der sich von hier aus bietet.Nach Unterquerung des Trassees der Allmendhubel-Bahn verläuft der Weg dem Waldrand entlang weiter und senkt sich dann gegen die ersten Häuser und die Bahnstation von Mürren hinunter.

Allgemeine Informationen

Wegbeschreibung

Allmendhubel - Sonnenberg - Geissställe - Mürren

Sicherheitshinweise

Diese Route verläuft auf gepfadeten Winterwanderwegen.

Ausrüstung

Wir empfehlen folgende Ausrüstung: Feste und wasserdichte Bergschuhe, leichter bis mittelerer Rucksack, Kälteschutz, Sonnenschutz, Wanderstöcke, Taschenapotheke, Zwischenverpflegung, Tee in Thermosflasche.

Literatur

Wandervorschlag aus dem Wanderbuch Schneepfade im Berner Oberland, Wanderbuchreihe der BWW, bestellen unter: shop.bernerwanderwege.ch

Weitere Informationen

Verein Berner Wanderwege, Bern, Tel.: 031 340 01 01, E-Mail: info@beww.ch, Homepage: www.bernerwanderwege.ch

Wegbelag

  • Pfad (26%)
  • Wanderweg (64%)
  • Asphalt (10%)

Wetter

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