|

Jenseits des Panoramas. Zur Konstruktion von Landschaft

Today

Short facts

  • Thun
  • 26.09. – 29.11.2020More dates
  • 11:00 - 17:00
Die Ausstellung untersucht, wie jenseits des Panoramas die Medien Film, Video und digitale Kunst die Möglichkeiten zur Darstellung von Landschaft neu ausloten.
«Landschaft» als Szene
Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf das Panorama. Die Spätblüte dieses Mediums am Ende des 19.Jh. fiel in die Zeit der ersten Filme, wo das Spiel mit der Illusion in konstruierter Landschaft auf neue Art inszeniert wurde. So auch an der Landesausstellung in Genf 1896 mit Filmen des damals topmodernen Cinématographe Lumière. Die Ausstellung untersucht, wie jenseits des Panoramas die Medien Film, Video und digitale Kunst seitdem die Möglichkeiten zur Darstellung von Landschaft neu ausloten. Werke von Gary Beydler, Rémy Zaugg/René Pulfer und Philipp Gasser treffen dabei auf eine filmische Rekonstruktion einer Stadtlandschaft von 1896 in 3D.

«Landschaft» ist nichts Vorgegebenes
Sie ist ein vermitteltes Konstrukt einer Raumwahrnehmung und muss er-schaffen, er-gangen, er-fahren werden – mit wechselndem Standort, Blickwinkel und Massstab. Kein Bildmedium macht diesen Umstand deutlicher als das Panorama, das ein Kind des 19. Jahrhunderts ist. Jener bildersüchtigen Epoche also, deren Frühzeit durch die Fotografie markiert und deren Ausgang durch die Ankunft des Films umgrenzt wurde. Die Ausstellung Jenseits des Panoramas – Zur Konstruktion von Landschaft will einen zentralen Ausschnitt dieser verschlungenen Bildgeschichte in Szene setzen. Sie tut dies im Hauptteil anhand der beiden Zäsuren in der Schweizer Panoramalandschaft: 1809, als Marquard Wocher mit dem Thuner Panorama begann, und 1903, als Auguste Baud-Bovys gefeiertes Jungfrau-Panorama auf Tournee in einem Sturm in der Irischen See versank. Alleinig übriggebliebene Spur dieses gigantischen Panoramas ist die in der Ausstellung gezeigte Ölbildmaquette, das sog. Aeschi-Panorama. Beide Monumentalbilder stehen zudem in interessantem Zusammenhang zur Entwicklung des Tourismus und der Image-Bildung der Schweiz im 19. Jahrhundert. Eine eigens für die Ausstellung produzierte Aufnahme mit neuster Medientechnologie verbindet die heutige Rundsicht von Thun, wie sie aus Marquard Wochers Blickpunkt aufgenommen wurde, in Aufprojektion mit dem historischen Panorama. Sie zeigt Wochers illusorisches Geschick, unseren Blick nahtlos über die Dächer auf Stadt und Berge schweben zu lassen.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Simone Büsch-Küng, wiss. Mitarbeiterin am Kunstmuseum Thun, Hansmartin Siegrist, David Bucheli und Andreas Weber (Projekt Digital Literacy and Early Swiss Cinema am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel), in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel (FHNW), Andreas Wenger, Institut Innenarchitektur und Szenografie und dem französischen Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC), mit freundlicher Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung.

Ein attraktives Begleitprogramm mit Führungen und Special Guests begleitet die Ausstellung und ist der Webseite jenseitsdespanoramas.ch sowie kunstmuseumthun.ch zu entnehmen.

All dates

September 2020
October 2020
November 2020

General information

Target groups
  • Also recommended for children
  • Also recommended for groups / companys
  • Open to all
Access for disabled people
  • Suitable for wheelchairs
  • Entry at ground level
  • Handles on the toilet
  • Entrance to the toilet at ground level
Benefits
  • Reduction for students with ID
  • Reduction for seniors with ID AVS
  • Reduction for groups
  • Reduced-fare with tourism organization card
  • Adolescents (13 to 16 years) free
  • Kulturlegi: Reduction
  • Raiffeisen customers: Free admission
Price info

Erwachsene CHF 9.00 / ermässigt CHF 8.00 (AHV, IV, Lernende, Militär)

Gratiseintritt: Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre, Museumspass, Raiffeisenkarte, ICOM, VMS etc.


Next steps

It appears that you are using Microsoft Internet Explorer as your web browser to access our site.

For practical and security reasons, we recommend that you use a current web browser such as Firefox, Chrome, Safari, Opera, or Edge. Internet Explorer does not always display the complete content of our website and does not offer all the necessary functions.